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19 Epitaph der Anna Salome

An der Wand der Empore des nördlichen Querhauses hängt eine barocke Gedenkplatte, ein Epitaph, für Äbtissin Anna Salome von Salm-Reifferscheidt (amt. 1646–1688). Im Jahre 1652 berief die Äbtissin drei Schwestern der Congregatio Beatae Mariae Virginis, der Kongregation der seligen Jungfrau Maria, aus Münster für die Erziehung von Mädchen nach Essen. Daraus entstand das heutige Essener Gymnasium B.M.V.
Das Epitaph ist aus Baumberger Sandstein gefertigt. In der Mitte kniet die Äbtissin fast lebensgroß in Gebetshaltung vor einem Tisch, auf dem ein Kruzifix steht. Der Vorhang im Hintergrund fällt vom Giebel zu den Seiten herab. In der Mitte wird er von einem mit Lorbeerkranz bekrönten Totenschädel über gekreuzten Knochen zusammengehalten. Über dem Giebel des Epitaphs befindet sich das Wappen der Äbtissin; neben den seitlichen Pfeilern sind die Wappen ihrer Ahnen angebracht.
Das von ihrer Familie wohl kurz nach ihrem Tode in Auftrag gegebene Epitaph schuf vermutlich der Münsteraner Hofbildhauer Johann Mauritz Gröninger († 1707). Ursprünglich war das Grabbild an einer Wand im nördlichen Querhaus aufgehängt, wo sich auch das Grab selbst befand.