St. Altfridbruderschaft

Die Altfridbrüder schaffen Zugänge und eröffnen Möglichkeiten im wahrsten Sinn des Wortes. Weil es die Altfridbrüder gibt, stehen Besucher des Domes in der Essener Innenstadt nicht vor verschlossenen Türen. Die Mitglieder der Bruderschaft leisten an rund 300 Tagen im Jahr Wachdienst und geben so Gläubigen und Kulturinteressierten Gelegenheit, die Münsterkirche außerhalb der Gottesdienste zu besuchen.

2008 leisteten die 39 Mitglieder insgesamt fast 3400 Wachdienststunden. Jeweils zu zweit zeigen sie täglich von 13.30 bis 18.00 Uhr Präsenz. Doch der Begriff "Wachdienst" wird der Arbeit nicht wirklich gerecht. Die 1975 von Kardinal Hengsbach gegründete Bruderschaft versteht sich auch als geistliche Gemeinschaft. So sind das Gebet wie auch die gemeinsame Eucharistiefeier in der Altfridkrypta Bestandteil ihres Selbstverständnisses.

Außerdem geht es ja nicht nur ums "Aufpassen". "Das Schönste ist für mich, wenn Kinder kommen und etwas wissen wollen," sagt Theo Verkamp. Der Rentner ist seit 1996 mit dabei und macht deutlich, dass die Altfrid-Brüder häufig auch Ansprechpartner sind. "Wir geben Interessierten Auskunft über den Dom und seine Geschichte".

In ihrem Namen bezieht sich die Bruderschaft auf den heiligen Bischof Altfrid von Hildesheim, den Gründer des Essener Frauenstifts, der in der Altfridkrypta im Dom bestattet ist.