Kathedralkirche

Die ehemalige Kirche des Essener Frauenstiftes, auch „Münster am Hellweg“ genannt, wurde 1958 zur Kathedralkirche des neu gegründeten Bistums Essen erhoben.

Pläne zur Gründung eines Bistums Essen gab es bereits am Anfang des 20. Jahrhunderts, doch konnten sie erst in den fünfziger Jahren verwirklicht werden. Verhandlungen zwischen dem Vatikan und dem Land Nordrhein-Westfalen führten am 19. Dezember 1956 zu einem Vertrag über die Errichtung des Bistums Essen. Die Bistümer Köln, Münster und Paderborn traten einen Teil ihrer Gebiete hierfür ab. Damit umfasste das neue Bistum den zentralen Teil des Ruhrgebietes – ohne jedoch die Städte Dortmund und Recklinghausen, die bei ihren Mutterbistümern Paderborn bzw. Münster blieben. Mit dem Kreis Altena-Lüdenscheid reichte die neue Diözese weit ins westliche Sauerland hinein.

Zum ersten Bischof ernannte Papst Pius XII. am 18. November 1957 den Paderborner Weihbischof Franz Hengsbach. Mit dessen feierlicher Inthronisation am 1. Januar 1958 war das Bistum Essen errichtet. Auf ihn folgte der damalige Kölner Weihbischof Dr. Hubert Luthe, der am 2. Februar 1992 in sein Amt eingeführt wurde. Vom 6. Juli 2003 bis zum 19. Dezember 2008 war Dr. Felix Genn Bischof von Essen. Am 20. Dezember 2009 wurde Dr. Franz-Josef Overbeck in einem feierlichen Hochamt als vierter Ruhrbischof in sein Amt eingeführt. 

Auch wenn der Essener Dom zwischen Verwaltungstürmen von Energieunternehmen und Behörden in der Essener Innenstadt fast unterzugehen scheint, so ist er die Keimzelle der Ruhrmetropole und blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück.