Geschichte der Münsterkirche

Die erste Kirche aus der Zeit des Stiftsgründers Altfrid – also aus der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts – war ein dreischiffiger Bau mit Querhaus, dreiteiligem Chor und einer Vorhalle im Westen. Nach einem Brand im Jahr 946 wurde die Kirche wiederhergestellt und um eine Krypta im Osten erweitert. Schon die erste Kirche stand unter dem Patrozinium der hll. Märtyrer Cosmas und Damian, die auch heute noch die Patrone der Domkirche sind, und dem der Gottesmutter.

Vermutlich wurde noch vor dem Brand 946 schon um 920 ein erster Westbau (Westbau I) errichtet. Der heute erhaltene Westbau (Westbau II) entstand unter Äbtissin Mathilde (amt. 971/73–1011) und ist somit der heute älteste Teil der Münsterkirche. Von außen erscheint der Westbau durch die Dreiturmanlage beinahe wie eine Burg und greift dadurch Gestaltungsformen von Westwerken des 10. und 11. Jahrhunderts auf. Innen hingegen erinnert er durch den Grundriss eines Teil-Oktogons und durch Säulen gestützten Bögen im Obergeschoss an die Architektur der Aachener „Pfalzkapelle“ Karls des Großen, die um 800 errichtet wurde.

Um das Jahr 1000 wurde mit einer einheitlichen Renovierung von Lang- und Querhaus begonnen, die unter Äbtissin Theophanu (amt. 1039-1058) mit der Erneuerung des Chores und der östlichen Krypta (Weihe 1051) abgeschlossen wurde.

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