Das Stift Essen beherrschte ein etwa drei Quadratmeilen großes Gebiet zwischen den Flüssen Emscher und Ruhr. Zu den Besitzungen gehörte auch die Umgebung von Huckarde an der Grenze zur Grafschaft Dortmund, vom Essener Territorium durch die Grafschaft Mark getrennt. Dem Stift abgabenpflichtig waren rund 3.000 Bauernhöfe in der Umgebung, im Vest Recklinghausen, am Hellweg sowie um Breisig und Godesberg am Rhein. Im 11. Jahrhundert wurde von der Essener Äbtissin das Frauenstift Stoppenberg im Norden des Territoriums gegründet. Im Süden entstand das Frauenstift Rellinghausen. Die Kirchen beider Gemeinschaften stehen heute noch in den gleichnamigen Stadtteilen Essens.
Die religiöse Frauengemeinschaft war auch die Keimzelle der heutigen Stadt Essen. Um das Stift herum bildete sich eine Siedlung, die im 13. Jahrhundert Stadtrechte erlangte. 1244 wurde die erste Mauer der Stadt erbaut. Im selben Jahrhundert stiegen die Äbtissinnen des Essener Frauenstiftes zu Reichsfürstinnen auf. Sie waren damit Landesherrinnen über das Reichsfürstentum Essen und mit einem Sitz im Reichstag vertreten. Die Herrschaftsgewalt der Essener Äbtissin war der Gewalt männlicher Fürsten vergleichbar und damit für Frauen selten und ungewöhnlich. Die „weltliche“ Bedeutung des Stiftes zeigt sich auch darin, dass in Essen eigene Münzen geprägt wurden. Seit etwa 1300 hielten sich die Reichsfürstinnen häufig in ihrer Residenz in Schloss Borbeck auf.
Die religiöse Frauengemeinschaft war auch die Keimzelle der heutigen Stadt Essen. Um das Stift herum bildete sich eine Siedlung, die im 13. Jahrhundert Stadtrechte erlangte. 1244 wurde die erste Mauer der Stadt erbaut. Im selben Jahrhundert stiegen die Äbtissinnen des Essener Frauenstiftes zu Reichsfürstinnen auf. Sie waren damit Landesherrinnen über das Reichsfürstentum Essen und mit einem Sitz im Reichstag vertreten. Die Herrschaftsgewalt der Essener Äbtissin war der Gewalt männlicher Fürsten vergleichbar und damit für Frauen selten und ungewöhnlich. Die „weltliche“ Bedeutung des Stiftes zeigt sich auch darin, dass in Essen eigene Münzen geprägt wurden. Seit etwa 1300 hielten sich die Reichsfürstinnen häufig in ihrer Residenz in Schloss Borbeck auf.

