Mittelalterliche Fundamente im Bischofsgarten

 

Reste der Äbtissinnenresidenz

Bei Bauarbeiten zum Austausch einer Wasserleitung im Garten zwischen dem Bischofshaus und der Essener Domkirche wurde der Rest eines zum Teil ausgebrochenen Fundamentes aus Bruchsteinen gefunden. Die Breite der Fundamentmauer, die mit weichem Kalkmörtel aufgemauert wurde, könnte bei etwa zwei Metern gelegen haben, was aber nicht mehr exakt festgelegt werden kann, wie Stadtarchäologe Dr. Detlef Hopp, Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege der Stadt Essen, feststellte.

Bei dem im 0,75 bis 0,80 cm tiefen Graben gefundenen Mauerstück handelt es sich wahrscheinlich um die östliche Fundamentmauer der ehemaligen Residenz der Äbtissin, die vermutlich im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Danach ist der Äbtissinnenbau mehrfach umgebaut worden. Mit dem Beschluß zur Aufhebung aller geistlichen Fürstentümer wurde 1803 auch das Stift Essen säkularisiert. In dem Gebäude war danach das Königliche Gericht untergebracht; 1883 wurde es abgerissen. (mi)