Mathildenausstellung zog auch am letzten Tag viele Besucher an
Monika Schneidereit las aus ihrem Buch "Meine Mathilde"
So voll ist der Chorraum des Essener Domes sonst nur, wenn die Domsingknaben singen, so viele Besucher zog die Lesung „Meine Mathilde“ an! Am Sonntagnachmittag las Monika Schneidereit zur Finissage der Mathilden-Ausstellung aus ihrem Buch, direkt an der Teufelssäule, die in ihrem Buch immer wieder eine Rolle spielt. Meine Mathilde ist kein historischer Roman, auch kein historisches Sachbuch. Schneidereit macht sich vielmehr auf die Spurensuche nach einer Frau, die schon 1000 Jahre tot ist und die sie dennoch seit Kindheitstagen bewundert hat. Die Auseinandersetzung mit der berühmten Essener Äbtissin, die Reflexion über ihr und ihr eigenes Leben führt zu einem inneren Dialog zwischen „Monika“ und „Mathilde“, der eine besondere Form der Annäherung ist. Die Besucher folgten der Lesung an geschichtsträchtiger Stelle gebannt.
Und sie liessen sich danach auch auf die geschichtlichen Fakten ein. Die vier angebotenen Sonderführungen zu Mathilde und dem Frauenstift um das Jahr 1000, um die politische Bedeutung und die Spuren Matildes am und im Dom reichten für die Menge der Interessierten nicht aus, so dass spontan noch weitere Führungen – zur Reliquienverehrung beispielsweise – ins Programm genommen wurden.
So endete die Mathilden-Ausstellung mit dem gleichen großen Zuspruch, den sie auch während ihrer dreimonatigen Laufzeit erfahren hatte. „Wann machen Sie wieder eine solche anregende und kenntnisreiche Ausstellung?“ fragte ein Besucher zum Abschluss. Eine solche Frage ist gleichzeitig auch ein wundervoller Dank an Birgitta Falk und ihr Team. Eine Antwort gibt’s allerdings im Moment noch nicht. (gedo)
Der Katalog zur Ausstellung mit vielen Hintergrundtexten ist noch an der Kasse der Domschatzkammer zu erwerben, im Buchhandel ist er vergriffen:
Mathilde. Glanzzeit des Essener Frauenstiftes, 13,95 €
Das Buch "Meine Mathilde" erschien im assoverlag.
Monika Schneidereit: Meine Mathilde. Vom Vergangenen im Heute, 368 S., ISBN 978-3-938834-58-9 € 16,20



