Goldene Madonna wird gereinigt
Beter müssen vertröstet werden
Auf das gewohnte Gebet vor der Goldenen Madonna müssen viele Besucher des Essener Doms im Moment leider verzichten. Die Skulptur der Gottesmutter befindet sich zur Zeit nicht in ihrer Vitrine in der nördlichen Seitenkapelle des Doms, sondern wird einer sorgfältigen, fachmännischen Reinigung unterzogen. Die regelmäßige Säuberung von Staub- und Rußpartikeln ist aus konservatorischen Gründen notwendig und geboten. Denn die Goldene Madonna ist ja nicht nur als Mutter vom guten Rat und Bistumspatronin ein hochverehrtes Andachtsbild, sondern auch die älteste Marienskulptur der Welt. Mit diesem Schatz will verantwortungsvoll umgegangen sein.
Die Gelegenheit, die Vitrine der Goldenen Madonna leer vorzufinden, nutzte, wie man sieht, Birgit Daudert, zuständig für die Dom und Domschatz-Reinigung. Damit der Glanz der Goldenen Madonna auch weiter gut nach außen scheinen kann, polierte Frau Daudert die Vitrine und musste dafür sogar in sie hineinklettern. Ein besonderer Arbeitsplatz für zwanzig Minuten!!!
Alle Beter seien auf das nächste Wochenende vertröstet. Ab dem 3. März wird die Goldene Madonna wieder an ihrem gewohnten Platz stehen. Bis dahin bietet sich die Ikone der Immerwährenden Hilfe als eine gute weitere Stelle an, an der sich ein Kerzchen entzünden lässt. (gedo)


