Die Bedeutung des Essener Münsters und seines Kirchenschatzes ist in der überregionalen und internationalen kunsthistorischen Forschung seit langem unbestritten. Immer wieder rücken einzelne der berühmten Objekte in den Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses. Der breiten Öffentlichkeit, auch im Ruhrgebiet, werden sie mehr und mehr bewusst, nicht zuletzt dadurch, dass einige der Schätze immer wieder bei den großen Mittelalter-Ausstellungen präsentiert werden. Auch die Baugeschichtsforschung zum Essener Dom bietet immer wieder Diskussionsstoff, haben doch gerade Publikationen der letzten Jahre zahlreiche Impulse gebracht.
Das Frauenstift, auf das Dom und Schatzkammer zurückgehen, war eines der ältesten kulturellen Zentren des Ruhrgebietes und die Keimzelle der späteren Stadt Essen. Nach Jahrzehnten der eher stiefmütterlichen Behandlung dieses Themas hat sich 2000 ein interdisziplinärer Arbeitskreis der Erforschung der Frauenstifte angenommen und sieht einen seiner Schwerpunkte in der Forschung über das Essener Frauenstiftes.

