• XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9
  • XXX 9

Patrone

Maria

Maria, Mutter Jesu Christi, ist für Christen ein Vorbild im Glauben. Seit Paul VI. wird sie als ‚Mutter der Kirche‘ verehrt. Angaben über Maria existieren im neuen Testament nur wenige. Am ausführlichsten berichten über sie die Teile des Matthäus- und Lukas-Evangeliums, die die Kindheit Jesu beschreiben. Im Johannes-Evangelium ist nur von der Mutter Jesu die Rede, ohne ihren Namen zu nennen. Johannes berichtet aber, dass sie bei der Kreuzigung dabei (Joh 19,25) war. Nach der Apostelgeschichte (1,14) gehörte sie nach Jesu Tod zur christlichen Gemeinde.

Mehrere Marienfeste werden im Laufe des Kirchenjahres gefeiert, die auch regional recht unterschiedlich sein können. Viele Kirchen sind unter das Patrozinium, die Schutzherrschaft Mariens, gestellt, wobei zusätzliche Titel das Patrozinium häufig näher erläutern wie z. B. Mariae Geburt oder Mariae Himmelfahrt. Maria war gemeinsam mit den hll. Cosmas und Damian Patronin der Stiftskirche. Heute sind nur noch Cosmas und Damian Patrone der Domkirche. Maria hingegen ist 1959 als „Mutter vom Guten Rat“ in Gestalt der Goldenen Madonna zu Patronin des Bistums Essen geworden. Die Muttergottes wird auch vor dem Bild der „Immerwährenden Hilfe“ im hinteren rechten Seitenschiff des Doms verehrt.

 

Cosmas und Damian

„Weil sie kein Geld annahmen, wurden sie enthauptet.“ Vielleicht ist diese Aussage einer Essener Grundschülerin über Cosmas und Damian die kurzmöglichste Lebensbeschreibung der Märtyrer überhaupt. Jedenfalls birgt der Satz eine Menge Wahrheit. Denn Geld nahmen die beiden Ärzte und Apotheker aus Kilikien in Kleinasien bei der Ausübung ihrer Heilkunst aus christlicher Überzeugung nicht an. Ihre Fähigkeit zu heilen führten sie auf das Wirken Gottes zurück, an dem sie nicht profitieren wollten. Sie stützten sich auf das Wort des Herrn: „Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“. (Mt 10,8) Kein Wunder also, dass die Brüder viele Nichtchristen bekehrten. Dies wiederum gefiel im ausgehenden 3. Jahrhundert den römischen Machthabern überhaupt nicht, die sie mit einem Schwert töten ließen.

Die Verehrung der heiligen Brüder erreichte um 850 auch Sachsen, als der Stiftsgründer Altfrid Reliquien der Märtyrer nach Essen brachte. Cosmas und Damian wurde Schutzpatrone des Frauenstiftes und später auch Patrone der Stadt Essen. So erinnert heute noch das Schwert im Essener Stadtwappen an ihren Märtyrertod. Figuren und Bilder von Cosmas und Damian finden sich im Dom, an Kunstwerken der Schatzkammer, aber auch am Essener Rathaus und an Privathäusern der Innenstadt. Ihr Gedenktag ist der 26. September.

 

Johannes der Täufer

Johannes der Täufer war nach der Überlieferung  des Neuen Testaments der Sohn der Elisabeth und des Zacharias und  war etwa ein halbes Jahr älter als Christus. Maria besuchte ihre Verwandte Elisabeth während ihrer beider Schwangerschaft. Der erwachsene Johannes ging zunächst als Asket in die Wüste und trat als Bußprediger auf. Als Prophet, der dem Herrn den Weg bereitete, verkündete er das Kommen des Messias. Seinen Ruf nach Umkehr verband er mit der Taufe seiner Jünger. Auch Jesus wurde von Johannes im Jordan getauft. Hierbei wurde Christi Göttlichkeit zum ersten Mal offenbar, als eine Stimme aus dem Himmel sagte: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich mein Wohlgefallen.“ (Lk 3,22) Johannes, der das ehebrecherische Verhältnis des Königs Herodes mit seiner Schwägerin Herodias anprangerte, wurde auf Betreiben der Herodias hin enthauptet.

In der christlichen Kunst wird Johannes meistens mit einem Gewand aus Kamelhaaren und einem ledernen Gürtel um seine Hüften dargestellt. Oft verweist er auf das Lamm Gottes als Symbol für Jesus. Sein Beiname der Täufer machte ihn  auch zum Patron vieler Taufkapellen und –kirchen wie auch der Essener Kirche St. Johann.

Eine Holzskulptur aus den 1930er Jahren erinnert in der Kirche an den Heiligen. Seinen Namenstag feiert die katholische Kirche am 24. Juni.